Naturheilpraxis Monika Groth

Heilpraktikerin und Körpertherapeutin

Reizdarm

Blogthema November: Reizdarm

Naturheilpraxis Monika Groth

Laut Krankenkassenreport leiden 25% der Bevölkerung an chronischen Verdauungsbeschwerden. Diese Zahl spiegelt aber nur diejenigen wider, die mit diesem Problem zum Arzt gehen. Die Dunkelziffer liegt meines Erachtens viel höher. Beim Arzt bekommen diese Patienten oft die Diagnose: „Reizdarm“ oder „Reizdarm-Syndrom“. Meist wird eine Darmspiegelung empfohlen, wo sich beim Großteil der Patienten kein ernsthafter Befund findet. Mit den Worten “damit müssen Sie leben”, werden viele ohne eine entsprechende Therapie entlassen. Manche landen dann bei mir – einer Heilpraktikerin mit Ausrichtung Magen/Darm. 

Was verbirgt sich aber hinter dem Reizdarm-Syndrom? 

Die Ursache für einen Reizdarm ist in erster Linie, neben vielen anderen Bedingungen, ein fehlerhaftes Mikrobiom (unzureichende Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm), welches irgendwann zu einem Leaky-Gut-Syndrom führt (bitte lesen Sie dazu ausführlicher meinen Blog: Leaky Gut ). Beim Leaky-Gut-Syndrom besteht eine vermehrte Durchlässigkeit (Permeabilität) der Darmschleimhaut, die Darmbarriere ist gestört. Dadurch können Mikroorganismen, unzureichend verdaute Nahrungs­bestandteile und Allergene in die Darmwand gelangen und weiter in die Blutbahn übertreten. Die Folgen können Entzündungen, Immun­reaktionen, Stoffwechsel­störungen sein.

Leaky Gut und Reizdarm 

Ein durchlässiger Darm ist chronisch gereizt, sei es durch Entzündungen, die meist im stillen ablaufen und nur durch Entzündungsmarker im Stuhl zu diagnostizieren sind, sei es durch Lebensmittelallergien und durch sie ausgelöste immunologische Reaktionen, bei denen auch das körpereigene Histamin frei gesetzt werden kann, welches die Darmschleimhaut zusätzlich reizt. Ob Allergien oder Intoleranzen eine Rolle spielen, kann man auch durch einen Marker im Stuhl erkennen.

Symptome des Reizdarm

Die Folgen einer gereizten Darmschleimhaut sind vielfältig. Es können typische Reizdarm-Beschwerden, wie Durchfall, Verstopfung, Bauchkrämpfe, breiige Stühle, aber auch Sodbrennen auftreten. Die Symptome können sich aber auch auf anderen Schleimhäuten des Körpers “ausleben”. Das betrifft oft die Schleimhäute der oberen Atemwege  (Asthma, allergische Rhinitis), der Blase und Vagina (wiederholte Blasen- und Vaginalentzündungen), oder die Körperhaut (Neurodermitis, Psoriasis, Ekzeme).

Was kann man bei Reizdarm tun?

In den meisten Fällen kann man ohne umfassende Anamnese und differenzierte Labordiagnostik das bestehende Verdauungsproblem nicht therapieren. Mit einem Stuhlbefund, der die Analyse der Mikroorganismen, diverse Entzündungs- und Allergiemarker beinhaltet, kommt man oft schon weiter. 

Wenn man gezielt therapieren möchte, muss man die Ursachen kennen. Man muss wissen, wie verändert das Mikrobiom ist, ob Entzündungen vorliegen oder ob Nahrungsmittel “stören”. Das ist wesentlich für den Erfolg der Therapie. Lesen Sie auch meine “Reizdarm-Therapie“.

 

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21.11.18 Vortrag “Burn Out Syndrom”

Vortrag zum Thema  “Wie vermeide ich einen Burn Out?  

Mittwoch, 21.11.2018,  18.30 Uhr

Volkshochschule Berlin Reinickendorf, Tegel-Center, Buddestraße 21, 13507 Berlin

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung sind ein großes Thema unserer Zeit geworden. Immer mehr Menschen leiden unter dem Burn Out Syndrom und verfallen in dessen Folge häufig in eine Depression. Neben der Psychotherapie kann die Naturheilkunde hierbei große Dienste leisten. Mit Akupunktur, Körpertherapie, Lebens- und Ernährungsumstellung sowie einer Behandlung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren können die „erschöpften Batterien“ dauerhaft aufgeladen werden. Die Heilpraktikerin erläutert den Symptomenkomplex des Burn Out-Seins und gibt Prophylaxe- und Therapieempfehlungen.

Tickets reservieren unter:

www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=513090

 
 
 

Karpaltunnelsyndrom

Blogthema Oktober: Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom (CTS) ist das häufigste Engpasssyndrom in der Neurologie. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit dem Lebensalter. Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Reizung oder Kompression des

Karpaltunnelsyndrom-Naturheilpraxis Monika Groth

Nervus medianus, der im Bereich der Handwurzel den sogenannten Karpaltunnel durchläuft.

Der Medianusnerv zieht aus dem Nervengeflecht am Hals durch den Arm und versorgt dort neben der Muskulatur auch sensibel die Haut und zieht mit seinen Endästen bis in die Hand hinein.

Ursachen

In seinem Verlauf von der Halswirbelsäule bis zum Handgelenk kann der Medianusnerv an mehreren Stellen abgedrückt und gereizt werden: z.B. durch die seitlichen Halsmuskeln, durch den Brustmuskel (zwischen erster Rippe und Schlüsselbein) oder durch Muskeln und Sehnen des Unterarms. Häufigste Ursache einer Nervenkompression ist an allen Stellen eine Fehl- bzw. Überlastung.

Risikofaktoren für das CTS sind vorausgegangene Knochenbrüche, eine Arthrose im Handgelenk, Sehnenscheidenentzündungen, aber auch organische Erkrankungen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion. 

Diagnose

Viele Menschen ignorieren das Frühstadium, wo zunächst nächtliche Schmerzen oder “Einschlafen” der Hände die vordergründigen Beschwerden sind. Im zweiten Stadium treten die Beschwerden auch tagsüber auf und hier klagen die Betroffenen erstmals darüber, dass ihnen Gegenstände aus der Hand fallen. Medizinische Hilfe suchen die meisten erst im Spätstadium, wenn die Beschwerden unerträglich geworden sind. Nicht selten wird erst ein Arzt aufgesucht, wenn die Fingerkuppen im fortgeschrittenen Stadium so unempfindlich geworden sind, dass Betroffene feinere Arbeiten nicht mehr durchführen können.

Es ist wichtig, bei ersten Anzeichen auf ein Karpaltunnelsyndrom möglichst zeitnah zu reagieren.

Anhand des Beschwerdebildes lässt sich die Diagnose des CTS relativ leicht stellen. Beweis gibt die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit mit dem EMG.

Therapie

In der Schulmedizin gibt es drei Behandlungsmethoden:

antientzündliche Behandlung, Ruhigstellung des Handgelenks, operative Öffnung des Karpaltunnels mit  chirurgischer Trennung der Faszien

Der operative Eingriff zählt mittlerweile zu den Routine-Operationen und behebt bei den meisten Betroffenen das Problem langfristig. Allerdings hilft er nicht allen Patienten und es ist ratsam, vor einem operativen Eingriff eine manuellen Behandlung im gesamten Verlauf des Nervs zu probieren.

Ganzheitlicher Therapieansatz

Auch hier steht die Entzündungshemmung zunächst im Vordergrund. Hier kann die Traditionelle Chinesische Medizin oder andere ganzheitliche Therapieverfahren helfen.

Für eine effektive Behandlung ist aus naturheilkundlicher Sicht eine sorgfältige Ursachenforschung wichtig. Hier kommen Körpertherapien, wie z.B. die Zentherapie zum Einsatz, um den Ort der Nervenkompression oder -reizung zu lokalisieren und die entsprechende Fehlbelastung der Muskeln behandeln.

Gleichzeitig wird untersucht, ob organische Störungen oder allergische Prozesse vorliegen, die ätiologisch eine Rolle bei der Erkrankung spielen könnten.

 

Heilfasten nach H.v.Bingen

Heilfasten-NaturheilpraxisGroth

Blogthema September: Heilfasten nach Hildegard von Bingen

Eine Fastenkur im Herbst oder Frühjahr wirkt entschlackend und entgiftend auf den Organismus und vor allem reinigt sie den Darm. Man kann diese Kur zum Anlass nehmen, um alte Gewohnheiten loswerden. Nach der Kur kann man ganz von vorne anfangen.

Heilfasten nach Hildegard von Bingen

Ich empfehle das Heilfasten nach Hildegard von Bingen. Es dauert 11-12 Tage und beinhaltet drei Entlastungstage (weniger essen), 5-6 Suppentage (nur Suppen essen) und 3 Aufbautage (Nahrung wieder aufbauen). Diese Fastenkur ist zwar lang, aber sehr sanft, da man die köstlichen Suppen essen darf und sehr viele Nährstoffe zu sich nimmt. Ich habe die Rezepte der Hildegard von Bingen, die sehr viel Dinkel enthalten, in glutenfreie Rezepte umgewandelt. 

Leib und Seele entschlacken

Das Heilfasten ist ein einfacher und effektiver Weg, um Leib und Seele zu entschlacken. Eine schlüssige Kombination von Fastensuppe, Fastentee und speziellen Heilkräutern verbessert Ihre Gesundheit und hebt Ihre innere Lebensfreude. 

Fastenzeitraum

Zeitraum: 12 Tage (3 Entlastungstage, 6 Fastentage, 3 Aubautage)

Was Sie brauchen: Ein Zeitfenster, wo Sie Ruhe und Sammlung finden (vor allem an den Fastentagen). Wenn Sie sich nicht solange frei nehmen können, hat sich als günstig erwiesen, an einem Sonntag zu beginnen. Die Tage, die etwas schwerer zu ertragen sind, fallen dann auf einen Donnerstag und Freitag (da sollten Sie sich auf jeden Fall frei nehmen) und die restlichen Fastentage fallen dann auf das Wochenende und den Montag. Nehmen Sie sich an diesem Zeitfenster möglichst nichts vor, sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst allein sein.

Behandlungen beim Fasten

Massagen oder Körperbehandlungen wirken sehr unterstützend während des Fastens. Sie tun Ihnen wohl, Sie fühlen sich danach sehr viel gestärkter. Zudem helfen sie dem Lymphsystem beim Entgiften. Sie sollten sich also unbedingt 1-3 Behandlungstermine von 30-60 min sichern.

Fastenberatung

Wenn Sie zum Heilfasten eine Beratung wünschen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Leaky Gut

 

Leaky gut – Naturheilpraxis Monika Groth

Blogthema August: Leaky Gut

Was bedeutet Leaky Gut?

Der Begriff Leaky-Gut kommt aus dem Englischen und bedeutet durchlässiger Darm. Das Leaky-Gut-Syndrom beschreibt einen Zustand, bei dem die normale Barrierefunktion des Darmes gestört ist.

Darmbarriere

Die Oberfläche des Darmtrakts beträgt über 400 m2. Diese enorme Fläche dient der Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeit. Die Darmbarriere-Funktion, als eine Grenze zwischen der Außenwelt und dem Körper muss hier entscheiden, welche Stoffe der Körper aufnimmt und welche nicht weiterverarbeitet werden. Dabei spielen die Tight junctions (“dichter Verschluss”) eine wichtige Rolle. Sie verhindern normalerweise das Eindringen von Molekülen und bilden einen Schutz vor eindringenden Mikroorganismen.

Beim Leaky-Gut-Syndrom kommt es unter anderem zu einer Fehlfunktion dieser Tight junctions. Dadurch entsteht eine vermehrte Durchlässigkeit (Permeabilität) der Darmschleimhaut, die Darmbarriere ist gestört. Dadurch können Mikroorganismen, unzureichend verdaute Nahrungs­bestandteile und Allergene in die Darmwand gelangen und weiter in die Blutbahn übertreten. Die Folgen können Entzündungen, Immun­reaktionen, Stoffwechsel­störungen sein.

Ursachen für Leaky gut

Viele unterschiedliche Ursachen können zu einem Leaky Gut Syndrom führen. Entzündungen, Nahrungsmittel­unverträglichkeiten, Antibiotika, Darmdysbiosen (Fehlbesiedelung der Darmflora), Nahrungsmittel­intoleranzen (wie Gluten­intoleranz, Histamin­intoleranz, Lactose­intoleranz und Fructose­intoleranz), bestimmte Medikamente, Entzündungen, Schwer­metalle und Belastungen mit chemischen Stoffen sind mögliche Ursachen. Aber auch regelmässiges hastiges Essen und unvollständiges Kauen können zu einem Leaky gut führen.

Symptome eines Leaky gut

Es gibt keine konkreten Symptome, die sofort auf ein Leaky gut schließen lassen. Durch das Fehlen der Darmbarrierefunktion und das Austreten von Allergenen und Toxinen in die Blutbahn, können sich wie o.g.  Entzündungen, Immunreaktionen und Stoffwechselstörungen entwickeln. Folgende Symptome könnten ein Hinweis auf ein Leaky gut sein:

  • akute und chronische Darmbeschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall und Bauchkrämpfe
  • Allergien
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und allgemeiner Leistungsabfall
  • psychische Symptome
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Autoimmunerkrankungen
  • Hauterkrankungen

Behandlung eines Leaky gut

Bei der Behandlung des Leaky gut steht in erster Linie die Schleimhaut-Regeneration im Vordergrund. Dabei kommen Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Pflanzen zum Einsatz sowie das Schleimhaut-Therapeutikum Colibiogen. Weiterhin sollte die Ernährung umgestellt werden. Unsere westliche Ernährungsweise, die reich an leicht verdaulichen Kohlenhydraten, raffiniertem Zucker, ungesunden Fetten, Haltbarmachern und Nahrungszusatzstoffen ist, spielt eine Rolle in der Entstehung vieler Darmerkrankungen. Zusätzlich sollten bei bestehenden Nahrungsmittelallergien/-unverträglichkeiten, die allergieauslösenden Lebensmittel für eine Weile gemieden werden.

Die Behandlung dauert mindestens 2-3 Monate.

 

 

Tinnitus

Tinnitus – Naturheilpraxis Monika Groth

Blogthema April: Tinnitus

Tinnitus nennt man das Pfeifen, Klingeln oder Rauschen im Ohr. Es beschreibt akustische Wahrnehmungen, die sich meistens nicht auf eine tatsächliche Geräuschquelle zurückführen lassen und nur von der betroffenen Person gehört werden. An Ohrgeräuschen leiden in Deutschland ca. 10 Millionen Menschen (Quelle: Goebel, Kapitel 2 Epidemiologie, in Kröner-Herwig et al., Tinnitus: Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual: Weinheim-Basel, Beltz-Verlag, 2010).

Der Hörsturz ist eine plötzlich auftretende, meist einseitige Taubheit, die mit Ohrgeräuschen verbunden ist.

Ursachen von Tinnitus

Als Auslöser kommen viele Faktoren in Betracht. Viele Experten nennen jedoch unseren modernen Lebensstil mit dem verbundenen Stress als Hauptursache von Tinnitus und Hörsturz.

Tinnitus und Stress

Bei Stress schütten wir vermehrt Katecholamine (z.B. Adrenalin) aus, diese können zu einer verminderten Durchblutung des Innenohrs führen. Die Zellen des Innenohrs werden infolgedessen mit weniger Sauerstoff versorgt und in ihrer Funktion gestört. 

Tinnitus und Mitochondropathie

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Sie produzieren das Molekül Adenosintriphosphat (ATP), welches der menschliche Körper zur Energiegewinnung braucht. Die Mitochondrien sind zur Erfüllung ihrer Aufgaben mit über 50 Enzymen ausgestattet.

Bei der Mitochondropathie (Erkrankung der Mitochondrien) handelt es sich um Defekte von Enzymen, die an der Energiegewinnung der Zellen beteiligt sind. Die Auswirkungen betreffen den gesamten Zellstoffwechsel, da alle energieverbrauchenden Schritte gebremst werden. (Quelle: http://www.dr-kuklinski.info/)

Nach Dr. sc. med. Bodo Kuklinski kommt es aufgrund der gestörten Prozesse in den Mitochondrien zu Störungen auf Multiorganebene (Nervensystem, Hormonsystem, Verdauungssystem etc.) u.A. auch zu Störungen der Sinnesorgane mit folgenden möglichen Symptomen:

Schleier- und Verschwommensehen, Blend- und Lichtempfindlichkeit, Gesichtsfeldausfälle; nächtlichem Zuschwellen der Nase, Fließschnupfen sowie Tinnitus. 

Prognose

Wichtig für die Prognose ist eine schnelle und effektive Therapie. Es werden drei Phasen von Tinnitus unterschieden:

  • akut (bis drei Monate)
  • subakut (bis sechs Monate)
  • chronisch (über sechs Monate)

Die besten Heilungschancen bestehen innerhalb der akuten und subakuten Phase.

Therapieoptionen in der Naturheilkunde

Bei Auftreten von Tinnitus oder Hörsturz ist eine Konsultation bei Ihrem HNO-Arzt vorzuziehen. Begleitend kann in der Naturheilkunde mit einer Kombination von Stressmanagement, Entspannungsverfahren, Akupunktur, homöopathischen Heilmitteln sowie einer manuellen Therapie der Halswirbelsäule behandelt werden.

Ich schaue mir nach Bedarf labordiagnostisch auch die Mitochondrien-Aktivität an. Bei festgestellter Mitochondropathie behandle ich zusätzlich mit Mikronährstoffen und Enzymen.

Heuschnupfen

Blogthema Februar: Heuschnupfen

Heuschnupfen-Naturheilpraxis Monika Groth

In der Pollensaison (Hauptblütezeit) leiden viele Menschen an Heuschnupfen. Für manche beginnen die typischen Symptome wie Niesen, Fließschnupfen und Augenjucken bereits im Frühjahr. Wie Sie dem Heuschnupfen begegnen können, welche ganzheitlichen Therapieoptionen zur Verfügung stehen, erfahren Sie in meinem aktuellen Blog Heuschnupfen.

Was passiert bei Heuschnupfen?

Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem unangemessen intensiv auf einen eigentlich harmlosen Reiz. Harmlose Substanzen (z.B. Pollen) werden vom Immunsystem als Krankheitserreger eingestuft und lösen infolgedessen allergische Reaktionen aus. Diese Substanzen werden Allergene genannt.
Unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen aktiviert das Immunsystem die entsprechenden Antikörper. Antikörper sind Eiweißstoffe, welche von bestimmten Immunzellen hergestellt werden und zur Bekämpfung des Fremdkörpers dienen. Es entsteht eine Immunreaktion, indem die Antikörper an die Allergene andocken und den Körper veranlassen, Histamin auszuschütten. Dieses Histamin löst dann die allergische Reaktion aus.
Nach einer solchen Immunreaktion “merkt” sich der Körper die betreffende Substanz und reagiert beim nächsten Kontakt mit ihr innerhalb von Sekunden mit einer Allergie.

Welche Rolle spielt die Darmbarriere dabei?

Viele Allergie-Patienten, die in meine Praxis kommen, haben meist auch ein “Reizdarm-Problem” oder ein bisher unerkanntes “leaky gut”. (Siehe auch Reizdarm-Therapie) Denn im Zusammenhang mit einer Allergie spielt die sogenannte Darmbarriere eine große Rolle.
Hinter dem Begriff “Darmbarriere” verbirgt sich die Eigenschaft des Darms, sich gegen Krankheitserreger und Fremdstoffe abzugrenzen. Die Darmbarriere besteht aus speziellen Darmzellen sowie dem Darmimmunsystem. Wenn diese Abwehrmechanismen geschwächt sind, sprechen wir von einer gestörten Darmbarriere (“leaky gut”), d.h. der Darm wird “undicht”. Immer mehr Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen einer Funktionsstörung der Darmbarriere und dem Vorliegen bestimmter Erkrankungen, wie z.B. Allergien.

Therapieoptionen bei Heuschnupfen und anderen Allergien

Eine natürliche Darmsanierung in Verbindung mit einer sinnvollen Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sowie naturheilkundliche Präparate, die allergische Symptome lindern, können Heuschnupfen effektiv und dauerhaft entgegenwirken. Begleitend dazu ist eine stufenweise Entgiftung und Entsäuerung des Organismus sinnvoll. Übersäuerung entsteht durch Bewegungsmangel, Trinkdefizite, zu weniges Schwitzen, zu säurehaltige und denaturierte Nahrung.

Kinderwunsch

Blogthema Januar: Kinderwunsch und Medizin

Fruchtbarkeit ist wohl eines der ältesten Ideale der Menschheit. In der heutigen Zeit scheinen die Einflüsse, die sich ungünstig auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau auswirken, immer mehr zuzunehmen. Die Schätzungen gehen weit auseinander, aber mindestens 5-6% aller Paare bleiben derzeit ungewollt kinderlos. Bei vielen steht der unerfüllte Kinderwunsch im Mittelpunkt ihrer Beziehung. Mit der Erkenntnis, dass es mit der Fortpflanzung von allein nicht funktionieren wird, beginnt für viele Paare mit Kinderwunsch eine jahrelange Odyssee, die in der “Reproduktionsmedizin” mündet.

Die Zahl, der durch die “Reproduktionsmedizin” ermöglichten Kinder liegt bei 3%, das sind über 30.000 Kinder pro Jahr (Quelle: www.wunschkinder.net). Diese Zahl verbirgt die Folgen des hormonellen Powerprogramms, die zahlreichen Fehlversuche, Mehrlingsgeburten (25% laut statistischem Bundesamt), Frühgeburten, Aborte oder die seelische Not der Betroffenen während der Behandlung.

Es gibt auch natürliche Wege zum Wunschkind. Ob mithilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Pflanzenheilkunde oder der Orthomolekularen Medizin, eine Fruchtbarkeitsbehandlung führt nur dann zum Erfolg, wenn tatsächlich alle Ursachen erfasst und gezielt angegangen werden.

Störfaktoren für Unfruchtbarkeit                    bei Frau und Mann

  • Die meisten Frauen mit Kinderwunsch sind bereits 35 – 40 Jahre alt. In dieser Altersgruppe spielen seltenere Eisprünge, Gelbkörpermangel und Schilddrüsenfehlfunktionen eine zunehmende Rolle.
  • Die meisten Frauen haben vor ihrem Kinderwunsch jahre- bis jahrzehntelang mit der Pille verhütet und leiden unter dem “Post-Pill-Syndrom (ausbleibende Eisprünge, ausbleibende Menstruation oder PMS).
  • Viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch leiden an einer Grunderkrankung (z.B. Endometriose, Autoimmunerkrankungen, PCO – Polycystisches Ovarialsyndrom, Schwermetallbelastung). Diese erschwert die Empfängnis oder ist Ausdruck eines gestörten Hormonsystems. Siehe auch Frauenheilkunde.
  • Die Spermiogramme der Partner sind nur selten wirklich einwandfrei. Bei  ca. 8 von 10 Männern sind die Befunde grenzwertig und daher behandlungsbedürftig. (Ursache sind östrogenartig wirkende Industrieprodukte, häufiges und langes Sitzen, die Zunahme von entzündlichen Erkrankungen) 
  • Bei beiden Partnern vermindert chronischer Stress die Fruchtbarkeit. Chronischer Stress verstärkt Mangelsituationen im Körper (Mineralstoffmangel, Schlaf- und Erholungsmangel) sowie Ängste und Depressionen. 

Behandlungsmöglichkeiten bei Kinderwunsch

Grundsätzlich empfehle ich bei der naturheilkundlichen Fruchtbarkeitsbehandlung, dass sich beide Partner behandeln lassen. Nach gründlicher Anamnese und Ursachenforschung berate ich Frau und Mann bezüglich ihrer Ernährung, Mineralstoffsituation, Bewegung, Sexualität. Das begleitende Therapieprogramm für die Frau richtet sich nach der entsprechenden ursächlichen Problematik und besteht aus einer pflanzlichen, homöopathischen und orthomolekularen Medikation sowie aus Akupunktursitzungen und Akupunktmassagen nach Penzel. Für die Dauer der Therapie sollte man mit mehreren Monaten rechnen.

TCM bei Kinderwunsch

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet bei Fruchtbarkeitsproblemen gute Therapiemöglichkeiten. Die Fruchtbarkeit des Menschen ist nach der TCM von einem harmonischen Zusammenspiel der Körpersubstanzen, dem Organsystem und dem emotionalen Wohlbefinden abhängig. Nur wenn sich ein Körper in Harmonie befindet, kann neues Leben entstehen.
Um diese Grundvoraussetzung zu erreichen, setze ich bei der Kinderwunschbehandlung in meiner Praxis vor allem die Therapieformen der TCM ein: Akupunktur, Heilkräutertherapie und Moxibution sowie die Akupunktmassage nach Penzel.
Die energetische Behandlung mit Akupunktur oder der Akupunktmassage ermöglicht die gezielte Versorgung der Fortpflanzungsorgane mit Lebensenergie. Die Lebendigkeit und Lebensdauer der Spermien wird erhöht. Oft kann ein lang gehegter Kinderwunsch sich endlich erfüllen, wenn keine organische Ursache vorliegt.

 

 

Burn Out Syndrom

 “Die Kraft zum Leben fängt immer dort an, wo die Kraft zum Leben aufhört.” C.F. Hebbel (Dramatiker des 19.Jh.)
 
Blogthema Dezember: Das Burn Out Syndrom

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung und der Begriff  “Burn Out” sind ein großes Thema unserer Zeit geworden. Unsere Lebensweise ist geprägt von Hast und Zeitnot. Durch Internet und Mobilfunk wird unser Handeln immer beschleunigter. Zudem überfordern wir unsere Sinne mit permanenter Information. Arbeitgeber verlangen zunehmend Perfektionismus, unbedingte Flexibilität und ständige Einsatzbereitschaft. Pausen für Nahrungsaufnahme und Erholung werden kaum noch eingehalten. Diese ständige Überforderung wird zum Dauerstress.
Viele Menschen können diesen chronischen Stress langfristig nicht kompensieren und stoßen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Sie geraten aus dem Gleichgewicht und reagieren auf diesen Druck mit psychischen und körperlichen Beschwerden. Sie entwickeln das sogenannte Burn Out Syndrom und in dessen Folge häufig eine Depression. Das Burn Out Syndrom beschreibt eine stressbedingte, psychische Erkrankung, bei der auch körperliche Symptome entwickelt werden.
Laut WHO werden stressbedingte Erkrankungen eine zentrale Rolle bei der Gesundheitsversorgung des 21. Jh. spielen – ¾ aller Arztbesuche haben bereits mit stressbedingten Beschwerden zu tun.

Wer ist betroffen?

Am häufigsten betroffen ist das mittlere Lebensalter. Frauen haben meist eine noch größere Belastung durch die Trias Beruf-Haushalt-Kinder. Aber auch Männer und Frauen, in Berufen mit großer Verantwortung sind betroffen. Die häufigsten Fälle mit Burn Out finden wir in Berufen wie Manager, Banker, Unternehmer, Lehrer, Ärzte und Polizisten.
Stress ist absolut individuell. Manche Menschen können ihn besser verarbeiten als andere in ähnlichen Situationen. Viele Menschen übersteigern ihr Arbeitspensum, um Defizite, die meist in Kindheit u. Jugend angelegt werden, zu kompensieren. Z.B.  fehlende Anerkennung, Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt. Diese Defizite können chemische Veränderungen am Erbgut hinterlassen und der Erwachsene entwickelt dann eine Tendenz zu Stressanfälligkeit, Depression, Angst und Panik.

Fazit: Manche Menschen können mit Stress-Situationen schlechter umgehen, als andere – diese sind gefährdet, ein Burn-Out-Syndrom zu entwickeln.

Erste  typische Stress-Symptome

  • Muskelverspannungen im Schulter/Nackenbereich
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerz und Migräne
  • Angst und Herzrasen
  • Energiemangel
  • Vergesslichkeit
  • Verdauungsstörungen
  • wiederholte Infekte
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche

Selbsthilfe

Wichtige Schutzfaktoren gegen die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen von Stress:

– Optimismus
– Regelmäßige körperliche Aktivität
– Fähigkeit zur Akzeptanz
– Kreativität
– Aktive, lösungsorientierte Lebensführung
– Positives Selbstbild
– Selbstwirksamkeitsüberzeugung
– Stabile, befriedigende soziale Beziehungen
– Fähigkeit, um Unterstützung zu bitten
– Spiritualität und Religion

Überdenken der Lebensgestaltung bei Burn Out

Burn Out, das Gefühl der tiefen Erschöpfung ist nicht nur ein Krankheitssymptom, sondern auch eine Anfrage an das Individuum, seine Lebensgestaltung im Privaten und Beruflichen zu überdenken.
Man könnte das Gefühl des Erschöpftseins auch als biografische Herausforderung betrachten. Möglicherweise erfordert das Kopfzerbrechen und schwierige Entscheidungen und Veränderungen – aber auf die Frage: Was läuft falsch? gibt es immer eine Antwort. Am Ende kann man auch aus einer solch einschneidenden Krise eine höhere Lebensqualität erreichen.
Diese Anfrage zur Lebensgestaltung sollte auch Teil der Therapie sein:
sich im Rahmen des Möglichen aus den Konfliktfeldern herausziehen und sich bewusst Zeit und Ruhe zum Nachdenken nehmen
wer sein Unbewusstes nicht länger mit Aktivismus zuschüttet, sondern ihm Raum gibt, sich zu entfalten, wird von seiner Seele Signale bekommen, die ihm aus der Lebenskrise wieder heraushelfen – das braucht Zeit
manchmal sind schmerzliche Entscheidungen nötig: Berufswechsel, Reduzierung der Arbeitszeit, Auseinandersetzung mit dem Partner oder Trennung
 
Da all diese Faktoren und Überlegungen dem Patienten erneut Energie und Kraft abverlangen, die er ja gerade nicht hat, kann die Naturmedizin mit stärkenden Maßnahmen und Präparaten helfen und den Weg zur Neudefinition von Lebensgestaltung und Lebenszielen unterstützen.

Therapieoptionen beim Burn Out Syndrom

Neben der Psychotherapie kann die Naturheilkunde bei der Behandlung von Burn Out wertvolle Dienste leisten. Mit Akupunktur, Körpertherapie, Lebens- und Ernährungsumstellung sowie einer Behandlung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren können die „erschöpften Batterien“ dauerhaft aufgeladen werden.
 
 

Naturheilpraxis
Monika Groth
Kuglerstraße 26
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Telefon: 01523-7180826
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